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Mythos & Geschichte

Serifos, ein Eisenfels, verwurzelt inmitten des Archipels, war schon zu den Zeiten der Mythologie bekannt für seine Metallvorkommen. Die Insel wurde vor 3000 Jahren zur Zeit der Herrschaft der Könige Diktis und Polydektis von den Böotiern besiedelt, erblühte und im 6. Jahrhundert v. Chr. hatte sie ihre eigene Währung. Dort ist Perseus aufgewachsen, der legendäre Sohn des Wolkensammlers Zeus und der Danae, der einzigen Tochter von Akrisios, des Königs von Argos, der aus Angst, das Orakel von Delphi könnte wahr werden und sein Enkel ihn töten, seine Tochter im Keller seines Palastes einsperrte; als jedoch Zeus sich in Form von Regen mit ihr vereinte, hat er Mutter und Kind in einen Korb gesetzt, den die gütigen Wellen der Ägäis an den Strand von Serifos brachten. Als Perseus herangewachsen war, wollte er seine Mutter von ihren aufdringlichen Freiern retten; er zog die geflügelten Sandalen an und tötete das schreckliche Ungeheuer Medusa, indem er den Schild der Göttin Athene wie einen Spiegel vor sich hielt; so erstarrte die Medusa, deren Blick ihre Gegner in Stein verwandelte, und die Tropfen ihres Bluts befruchteten die Erde, aus der Pegasus geboren wurde, das geflügelte Pferd, das deshalb oft als Kind von Serifos betrachtet wird. Perseus zeigte dem arglistigen Polydektis den Kopf der Medusa und verwandelte ihn so in Stein. An seiner Stelle setzte er als König und Ehemann von Danae den liebevollen Diktis ein.

Auch Odysseus soll auf seiner Heimreise nach Ithaka hier vorbeigekommen sein, jedoch war sein Aufenthalt in der Höhle des Zyklopen Polyphem, der ihm auf seiner Reise aus der Bucht von Koutalas einen Felsen hinterherwarf, alles andere als angenehm. Noch heute thronen die Überreste der Wände des Zyklopen hoch über der Ägäis.

Quelle: Stadtverwaltung Serifos